Werkzeugvergleich
OpenCode vs Claude Code
Warum ich beide parallel betreibe.
Werkzeugvergleich
Kein Benchmark, sondern eine Einordnung aus dem Alltag: Claude Code nutze ich beruflich jeden Tag, Codex vor allem privat. Hier steht, was ich mit welchem Werkzeug mache, wo ich einen Unterschied spüre, wo das Limit drückt und welches ich nehmen würde, wenn ich nur eines haben dürfte. Eingeordnet in mein Claude-Code-Setup.
Einsatz
Codex nutze ich vor allem in meinem privaten Umfeld. Drei Dinge machen dort den Großteil aus:
Codex kommt für mich immer dann in Betracht, wenn ich privat an etwas arbeite, das ich mit KI präzisieren oder beschleunigen kann. Ich arbeite dabei in der Desktop-App von OpenAI, vorwiegend mit Dateien und über MCP-Server. Dazu kommt OpenCode in einer VM auf meinem Server, angebunden an eine Codex-Subscription. Warum das so aufgeteilt ist, steht auf der Seite zu OpenCode vs Claude Code.
Beispiel
Am Anfang steht bei mir meist ein Gedanke, worüber ich schreiben will. Dann sammle ich Daten und Informationen und trage sie in OneNote zusammen. Das passiert mal mit ChatGPT, mal von Hand und auch mal mit Codex, zum Beispiel wenn ich dafür per MCP auf meinen Home Assistant zugreifen muss.
Auf Basis dieser Informationen stellen Codex und ich ein Grundgerüst für den Artikel zusammen, betreiben die SEO-Recherche und halten das gemeinsam in einer Gliederung fest. Für die Recherche ist Ubersuggest per MCP angebunden; welche MCP-Server bei mir sonst noch laufen, steht auf der Seite zu den MCP-Servern.
Am Ende habe ich drei Dinge an einer Stelle: meine Datengrundlage, die SEO-Recherche und einen Leitfaden für mich zum Schreiben.
Zuletzt habe ich auf diesem Weg den Wasserdruck ausgewertet, als Recherche für einen Artikel. Dabei haben wir Schwankungen festgestellt. Die Auswertung war also nicht nur Material für den Blog, sondern auch eine Information für mich ganz persönlich. Codex ist bei mir damit nicht nur ein Werkzeug für den Blog.
Beispiel
Fehler ergeben sich bei mir meist aus den Protokollen von Home Assistant. Ich gehe dann neugierig an die Sache und lasse erst einmal eine Analyse machen.
Wenn wir den Fehler eingrenzen können, falls ich das nicht schon selbst getan habe, widmen wir uns der Lösung. Änderungen nehmen wir in Absprache miteinander vor.
Häufig sind es Kleinigkeiten in Automationen. Wir haben aber auch schon tief in Konfigurationen gewühlt und damit gezielt Verbesserungen herbeigeführt. Wie eine Automation aus so einem Dialog entsteht, zeigt die Seite zu Home Assistant per Prompt.
Einsatz
Claude Code ist mein Werkzeug im Job. Ich nutze es beruflich täglich in der Softwareentwicklung, mit PHP und Vue.js, und zwar in der Desktop-App von Anthropic. Bevor ich zu Claude gekommen bin, habe ich mit Codex experimentiert.
Was ich im Beruf wiederholt brauche, halte ich in Claude Code Skills fest. Hin und wieder nutze ich den Plan Mode, aber nicht so häufig, dass ich ihn bei Codex vermissen würde. Umgekehrt fällt mir nichts ein, was ich bei Claude vermisse.
Browser-Steuerung mache ich bislang nur mit Claude. Privat hatte ich dafür noch keinen konkreten Bedarf.
Trennung
Der Grund ist das Limit. Ich will mein Claude-Kontingent nicht für private Dinge verbrauchen, wenn ich es für die Arbeit brauche.
Daraus ist eine Trennung entstanden, die mir auch darüber hinaus hilft: Claude für den Beruf, Codex für Privates. So kann ich besser separieren und treffe schon für mich selbst eine klare Unterscheidung, mit welchem Werkzeug ich gerade woran arbeite.
Vergleich
Ähnliche Aufgaben wie mit Codex habe ich auch schon mit Claude erledigt. Im Ergebnis gab es für mich dabei keinen wesentlichen Unterschied.
Der Unterschied liegt im Weg dorthin, und ganz fair ist der Vergleich dabei nicht: Bei Codex arbeite ich meist mit kleineren Modellen, weil ich wegen der kleineren Subscription mein Limit sparsamer einsetze. Ich muss dort häufiger Kontext einbringen oder die Recherche lenken. Bei Claude nutze ich gern Opus 5.5, und da läuft vieles schon von allein zuverlässig.
Claude legt bei mir häufiger selbst los und bleibt nicht stur in einer Linie. Das hat sicherlich vor allem mit den gewählten Modellen zu tun.
Einen Fall habe ich bei Codex erlebt: Codex meldete mehrfach, eine Sache erledigt zu haben, hatte es aber nicht. Ob das am Modell lag, habe ich nicht weiter erforscht. Claude hat mir in solchen Situationen eigenständigere Ergebnisse geliefert.
Oberfläche
Den deutlichsten Unterschied macht für mich die Oberfläche. Claude abstrahiert manche Einstellungen besser und macht es dem Anwender leichter. Codex bedient aus meiner Sicht eher das technischere Publikum.
Daher kommt auch mein Eindruck, dass sich Claude ein wenig „weicher“ anfühlt, während Codex mehr wie ein Werkzeug wirkt.
Dabei liegen beide sehr nah beieinander. Mit beiden lassen sich Aufgaben sehr sinnvoll lösen, und funktional fehlt mir bei keinem der beiden etwas.
Kosten
Claude kostet im Team-Plan 100 Dollar im Monat. Für Codex habe ich die Subscription für 20 Dollar im Monat.
Bei Claude brauche ich den Spielraum, weil ich es beruflich täglich einsetze. Bei Codex bin ich schon mehrfach an mein Limit gekommen. Dann nutze ich entweder die Zurücksetzungen oder finde mich damit ab und mache später weiter.
Weil das recht selten vorkommt, gab es bisher keine Rechtfertigung vor mir selbst für die höhere Subscription.
Fazit
Müsste ich mich für ein Werkzeug entscheiden, das ich beruflich und privat nutze, würde ich zu Claude greifen. Das liegt aber vermutlich eher an der Gewohnheit, denn ich verbringe deutlich mehr Zeit in Claude als in Codex.
Wer zwischen beiden schwankt, sollte beide ausprobieren. Für absolute Laien halte ich Claude für die angenehmere Option.
Dass ich privat bei Codex bleibe, hat noch einen zweiten Grund: Weil ich privat Codex und ChatGPT verwende, behalte ich einen Eindruck aus beiden Welten. Das ist Absicht.
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Übersicht
Die Übersichtsseite ordnet ein, wo dieses Thema in meinem Arbeitsalltag steht.