Homelab · Eigene Infrastruktur

Die Ebene, auf der Smart Home, Automationen und KI wirklich laufen.

Für mich ist das kein Entweder-oder: Ich nutze Cloud und eigene Infrastruktur in Kombination. Entscheidend ist, dass ich selbst bestimme, wie ein Dienst eingebunden wird und wo sein Schwerpunkt liegen soll – manches möchte ich nicht online haben, auf anderes will ich auch dann zugreifen, wenn ich kurz offline bin.

Warum diese Kombination

Nicht Cloud oder eigener Server, sondern beides mit klarer Rollenverteilung.

Die Diskussion wird oft als Glaubensfrage geführt. Für mich ist sie das nicht. Es geht darum, für jeden Dienst zu entscheiden, wo er am besten aufgehoben ist – und diese Entscheidung selbst treffen zu können, statt sie von einem Anbieter vorgegeben zu bekommen.

Selbst entscheiden

Ich lege fest, wie ein Dienst eingebunden ist und worauf sein Schwerpunkt liegt – nicht der Anbieter.

Auch ohne Internet

Was lokal läuft, bleibt erreichbar, wenn die Leitung mal weg ist. Genau dort liegt der Unterschied im Alltag.

Learning by Doing

Betrieb, Fehlersuche und Wiederherstellung versteht man erst, wenn man beides selbst verantwortet.

Der Weg dorthin

Vom Raspberry Pi zum eigenen Cluster.

Server haben mich schon zu Schulzeiten fasziniert. Sie waren für mich eine Blackbox – aber eine sehr mächtige. Was darin passiert, wollte ich verstehen. Angefangen habe ich dann mit einem Raspberry Pi als Server, und spätestens da wurde mir klar, welches Potenzial in eigener Hardware steckt.

Heute stehen zwei Rackserver bei mir zu Hause, die als Hochverfügbarkeitscluster mit Proxmox laufen. Nicht, weil ich mit einem Rechenzentrum konkurrieren möchte, und auch nicht, weil das Setup perfekt sein müsste. Sondern weil ich ausprobieren will: Dinge selbst aufsetzen, in eigener Verantwortung betreiben, an Fehlern lernen und mein Verständnis dabei Stück für Stück vertiefen. Genau das macht mir Spaß.

Ein eigenes Homelab war außerdem sehr lange ein Traum von mir. Ihn mir erfüllt zu haben, macht mich ehrlich gesagt ein bisschen stolz.

Was läuft

Der Stack hinter den Projekten.

Bewusst konzeptionell gehalten: Welche Dienste laufen und wofür. Versionen, Ports und Netzwerkdetails gehören nicht auf eine öffentliche Seite.

Basis

Proxmox-Cluster als Fundament

Zwei Rackserver bilden einen Hochverfügbarkeitscluster. Jeder Dienst bekommt seine eigene Umgebung, statt sich mit anderen ins Gehege zu kommen – einzeln sicherbar, einzeln zurückrollbar und nicht von einer einzigen Maschine abhängig.

  • Proxmox
  • Cluster
  • Portainer

Steuerung

Home Assistant und Mosquitto

Home Assistant ist die Zentrale für alle Geräte, Mosquitto der Nachrichtenweg dazwischen. Beides läuft lokal, sodass Automationen auch dann greifen, wenn das Internet ausfällt.

  • Home Assistant
  • MQTT
  • Lokal

Abläufe

n8n als Automatisierungsschicht

Über 60 Workflows übernehmen wiederkehrende Aufgaben und verbinden die übrigen Dienste miteinander. Was dabei konkret entsteht, zeige ich auf der Seite zu den n8n-Automationen.

  • n8n
  • self-hosted
  • APIs

Alltag

paperless-ngx und Bitwarden

Dokumente und Passwörter liegen im eigenen Netz. Genau das sind für mich die beiden Bereiche, bei denen mir eine fremde Cloud am unangenehmsten wäre – und bei denen der Aufwand des Eigenbetriebs sich am klarsten lohnt.

  • paperless-ngx
  • Bitwarden
  • Eigenes Netz

Kombination

OpenCode: eigener Server, Modelle aus der Cloud

Mein OpenCode-Server läuft auf der eigenen Infrastruktur – damit liegen Projekte, Kontext und Zugriff bei mir, und ich erreiche ihn von überall, auch mobil. Die Sprachmodelle selbst kommen bewusst aus der Cloud, weil dort die Qualität sitzt, die ich für die Arbeit brauche.

Genau so meine ich die Kombination: Ich entscheide pro Baustein, was lokal liegen soll und was nicht. Wie ich mit diesen Werkzeugen arbeite, steht auf der Seite zu Claude und Codex.

  • OpenCode
  • Cloud-Modelle
  • Hybrid

Betrieb

Selbst hosten heißt vor allem: dafür geradestehen.

Eigenbetrieb heißt im Alltag vor allem Verantwortung. Der Maßstab ist hier deutlich kleiner als in einem Unternehmen, die Aufgaben sind aber dieselben.

  • Backups laufen teils automatisch, teils manuell – Hauptsache, nichts geht verloren.
  • Updates plane ich in festen Intervallen, damit Zeit für manuelle Eingriffe bleibt.
  • Beim Monitoring liegt aktuell noch eine Schwachstelle – Luft nach oben brauche ich ja auch.
  • Für jeden Dienst ist geregelt, wie der Fallback im Cluster aussieht, damit möglichst wenig ausfällt.

Natürlich muss ich mit meinen Ressourcen haushalten, deshalb ist nicht jeder Punkt perfekt gelöst. Aber Stück für Stück setzt sich daraus die Infrastruktur zusammen, die genau zu meinen Bedürfnissen passt.

Grenzen

Was ich bewusst nicht selbst hoste.

Das beste Beispiel ist mein Blog hobbyblogging.de. Der gehört für mich nicht auf die private Infrastruktur, weil er schlicht zu viel Angriffsfläche bietet. Auch wenn ich es mir anders wünschen würde: Eine öffentlich erreichbare Seite ist täglich Anfragen ausgesetzt, die dort nichts Gutes wollen – von dubiosen Zugriffen über Wegwerf-IP-Adressen bis zu allem, was sonst noch automatisiert vorbeischaut.

Ich bin kein professioneller Hosting-Dienstleister, und mein Homelab betreibe ich in privatem Maßstab. Deshalb ziehe ich hier bewusst eine Grenze: Mein Fokus liegt auf Verstehen und Ausprobieren, nicht darauf, öffentliche Infrastruktur professionell abzusichern. Wer alles selbst hosten will, nur weil er es kann, handelt sich am Ende genau die Probleme ein, die er eigentlich vermeiden wollte.

Und weiter

Was auf dieser Basis entsteht.

Die sichtbaren Ergebnisse dieser Infrastruktur stehen auf den Seiten zu Smart Home und Automationen. In der Werkstatt dokumentiere ich einzelne Umsetzungen im Detail.

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