Laufbahn, mit Umwegen

Nicht ganz geradeaus. Dafür mit Geschichte.

Meine Laufbahn ist weniger ein sauberer Zeitstrahl als eine Sammlung aus Neugier, Umwegen, guten Begegnungen und der festen Überzeugung, dass man aus Technik etwas Sinnvolles machen kann.

Eine kleine Geschichte aus Baden, dem Ländle und darüber hinaus

Meine Laufbahn als Erzählung

Goldstadt, Ping-Pong und ein kleiner Ausreißer.

Aufgewachsen bin ich in der Goldstadt Pforzheim. Meine Schulzeit war eher ein Ping-Pong-Spiel als ein geradliniger Verlauf. In einer Statistik wäre ich vermutlich der Ausreißer. Nach oben oder unten? Wer weiß. Sicher ist nur: Es wurde nie langweilig.

Raus in die große Welt. Also 30 Kilometer weiter.

Nach der Schulzeit führte mich mein Weg an die Hochschule Karlsruhe. Von Pforzheim aus betrachtet fast eine Weltreise – zumindest, wenn man großzügig rechnet. Die Strecke reichte aber allemal, um neue Eindrücke, Meinungen und Inspirationen zu sammeln. Besonders am Morgen im Pendlerverkehr konnte ich mein Leben sogar in vollen Zügen genießen.

Mit dem Bachelor in Wirtschaftsinformatik begann für mich eine Verbindung, die bis heute passt: Technik verstehen, Zusammenhänge sehen und trotzdem nicht vergessen, dass am Ende auch Prozesse, Menschen und Ergebnisse zählen.

Badenser-Land, Stuttgart und ein kurzer Abstecher nach München.

„Badenser-Land“ würden die Schwaben sagen – und mit ihnen kam ich während meines Praxissemesters näher in Kontakt. Praktikum und Werkstudentenstelle führten mich nach Stuttgart und in die Barockstadt Ludwigsburg.

Dort begegnete ich erstmals der Konzeption von User Interfaces. Zwischen Psychologen, erfahrenen Entwicklern und UI-/UX-Experten war ich an einem Forschungsprojekt beteiligt. Das brachte mich sogar noch weiter raus: nach München, für eine Nacht und Besuche an der LMU und bei Audi. Kurz, aber spannend.

Ob Badenser oder Schwabe – darüber streiten wir heute noch. Geprägt haben mich beide Seiten.

Mutig nach Hagen. Ganz ohne Umzugskartons.

Für meinen Master of Science in Wirtschaftsinformatik wurde ich dann ganz mutig: Es ging an die FernUniversität in Hagen, Deutschlands größte Universität. Mein Traum war es schon früh, einen Universitätsabschluss zu haben.

Was davon geblieben ist? Ein teures Stück Papier, viel Wissen und die Erinnerung an harte Zeiten. Einfach war das Studium nicht. Beschweren möchte ich mich trotzdem nicht – es gehört zu den Dingen, auf die ich heute stolz zurückblicke.

Ein Blog, der mehr wurde als ein Nebenprojekt.

Zwischendrin gründete ich 2016 meinen eigenen Blog. Ich wohnte in Pforzheim, studierte in Karlsruhe und arbeitete in Ludwigsburg – mein Eifer kannte trotzdem keine Grenze. Wenn das keine subtile Art ist zu sagen, dass ich belastbar bin, weiß ich auch nicht.

Mit dem Smart Home kam eine neue Leidenschaft dazu, über die ich erzählen wollte. Für sich behalten kann es schließlich jeder. Der Blog wurde immer stärker zu Referenz, Leidenschaft und einem Stück meines Ichs. Ich bin stolz darauf, ihn aufgebaut zu haben – auch wenn es wahrlich nicht immer einfach war.

Heute: zweite Reihe, wenn es sein muss. Wirkung aber bitte vorne.

Heute arbeite ich in Stuttgart als Softwareentwickler, Projektmanager und IT-Allround-Talent. Die Fahrzeit ist ein Manko, aber der Job macht es wieder gut. Im Blog genieße ich die erste Reihe, im Berufsleben tut es auch die zweite. Ich bin flexibel.

Ich entwickle Software, bespreche Anforderungen, spezifiere sie und setze sie um. Dazu betreue ich unsere Veranstalter, leiste Support und finde Lösungen für Probleme, die ich bis dahin oft noch nie kannte. Genau das macht den Reiz aus: Der Werkzeugkasten wächst, aber die nächste Aufgabe findet trotzdem regelmäßig eine neue Schublade.

Claude und ich sind dabei ein gutes Team. Ich bringe Kontext, Erfahrung und den Anspruch an eine gute Lösung mit. Claude hilft mir, schneller voranzukommen – besonders dann, wenn aus einer Idee ein sauberer Weg zur Umsetzung werden soll.

Auf Messen stand ich außerdem schon als Aussteller. Eine große Show habe ich zwar nicht geboten, dafür aber äußerst professionell ausgesehen. Auch das ist schließlich eine Fähigkeit, die man nicht unterschätzen sollte.

Zum Ausgleich vergrabe ich mich in meiner Freizeit gern in Büchern. Natürlich mit dem eBook-Reader – wie es sich für einen Wirtschaftsinformatiker gehört. Analog kann jeder.

Für meinen Job ist mir vor allem wichtig, einen Fußabdruck zu hinterlassen, etwas zum Positiven zu verändern und einen wirklichen Unterschied zu machen. Projekte, die auf der Stelle treten, langweilen mich. Ich will Fortschritt, keine Bremse.

Vielleicht liegt das auch an der Kombination aus Wirtschaft und Informatik – und daran, dass ich in einer Familie von Selbstständigen aufgewachsen bin. Arbeiten war nie ein abstraktes Konzept. Ich weiß schon seit klein auf, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.

Beinahe amtlich bestätigte Fakten

Die Kurzfassung für Ungeduldige.

WeltreiseKarlsruhe: rund 30 Kilometer von Pforzheim entfernt. Reichte für neue Perspektiven.

Regionale IdentitätBadenser oder Schwabe? Noch nicht abschließend geklärt. Beide Seiten prägen mit.

Akademischer BesitzEin Masterabschluss, viel Wissen und ein sehr hochwertiges Stück Papier.

BelastbarkeitstestWohnen in Pforzheim, Studium in Karlsruhe, Arbeit in Ludwigsburg – und 2016 noch einen Blog gründen.

LieblingspositionIm Blog erste Reihe. Im Beruf gern zweite Reihe. Hauptsache, es bewegt sich etwas.

ArbeitsmodusIT-Allround-Talent mit einer ausgeprägten Abneigung gegen Stillstand.

Und weiter

Aus Neugier werden Systeme, die etwas verändern.

In der Werkstatt dokumentiere ich, woran ich arbeite – von Software und KI bis zu Smart Home und Automatisierung.

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